Einfache Aktualisierung spart 90% bei Teilewaschanlage

Moderne Technologie ersetzt überdimensionierte Anlage

Eine kleine Pumpe und ein elektronischer Frequenzumrichter brachten einem Mercedes-Benz-Werk in Deutschland Einsparungen von 90 % Energiekosten sowie 33 Tonnen weniger CO2-Emissionen jährlich bei einer Waschanlage für Verbindungsgestänge.

In der alten Konfiguration verwendete das System eine überdimensionierte 18,5-kW-Pumpe, die ständig mit voller Leistung lief, sowie zwei Kugelhahnen, ein Druckreduzierventil und eine Umgehungsleitung zum Druckausgleich zwischen dem Reinigungsmittelbehälter und der Teilewaschanlage. Die Waschanlage benötigte nur 3 Bar bei 10 m3/h, die Pumpe lieferte jedoch ständig 10 Bar.

"Eine solche Konfiguration ist bei vielen Anwendungen in Fabriken überall auf der Welt üblich - auch wenn die Pumpe nicht immer so extrem überdimensioniert ist", erläutert Heinz Maier, Key Account Manager Automobilindustrie bei der Grundfos GmbH in Deutschland (siehe Abb. 1).

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Die Daimler AG als Eigentümerin des Mercedes-Benz-Werks in Untertürkheim hatte die Teilewaschanlage bereits als potenzielle Quelle für Energieverschwendung erkannt und übernahm daraufhin die von Grundfos vorgeschlagene Lösung zur Verbesserung.

Kleine Pumpe, keine Ventile

Mercedes-Benz ersetzte die 18,5-kW-Pumpe durch eine 1,5-kW-CR-Pumpe mit eingebautem Frequenzumrichter von Grundfos. Der Frequenzumrichter überwacht den Systemdruck und schaltet die Pumpe bei Bedarf ein und aus, so dass jeweils exakt die erforderliche Menge an Reinigungsmittel für die Teilewaschanlage zur Verfügung steht. Mercedes-Benz entfernte ebenfalls die Umgehungsleitung und die Ventile, wodurch das ganze System vereinfacht wurde (siehe Abb. 2).

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Nach einer Erprobungs- und Qualitätssicherungsphase wurde vom Werk der Energieverbrauch für die neu konfigurierte Anlage gemessen. Es stellte sich eine Verringerung von 57.000 kWh auf 5.590 kWh heraus - eine Einsparung von 90 %. Daimler konnte auch Einsparungen bei den CO2-Emissionen für diese einzelne kleine Anlage von 33 Tonnen pro Jahr messen.

Die Kosten für die neue Pumpe und deren Installation lagen mit EUR 3.800 weit unter den Einsparungen an Energiekosten von jährlich EUR 6.200 - d.h., die Amortisierungszeit für die Investition betrug kaum mehr als sieben Monate. Mit dieser einzelnen Anwendung spart das Werk jetzt weiterhin EUR 6.200 pro Jahr.

In ihrer Initiative für Energieeffizienz stellte die deutsche Energie-Agentur (DENA) das Projekt zwischen Daimler und Grundfos als beispielhaft für Energieeffizienz in Industrie und Wirtschaft heraus.

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